Heute lasse ich mich beschimpfen…

…und zwar im Mamablog auf Tagi Online. Ich habe einen Gastbeitrag (einen “Papablog”) geschrieben über meine Angst, meine Tochter könnte einst Scheissmusik hören (will heissen: nicht die Musik, die ich mag). Den Blog mit Titel “Bono, Bob, Bieber und Britney” gibt’s hier zu lesen.
Wer sich mit einer Meinung (und seinem Musikgeschmack) exponiert, der muss auch einstecken können. Dies zeigte sich schon nach wenigen Minuten: die hämischen Kommentare (vor allem zu meiner Musikauswahl) liessen nicht auf sich warten. Eine Auswahl:
“Wenn ein Autor in einem Medium einen Artikel dazu verfasst, erwarte ich als Leser, dass sich der Verfasser etwas eingehender mit Musik beschäftigt hat. Oder sind REM, U2 und Züri West wirklich schon das höchste der Gefühle? Ist dass dann wirklich guter Musikgeschmack oder einfach das, was man so im Radio hört?”
“U2, REM, Stephan Eicher, Ben Folds Arcade Fire und Radiohead nennt der Kerl “gute Musik”? Da wundert es mich nicht, dass so einer früher Modern Talking gehört hat.”
“Herr Brunner Caffi bewegt sich für meinen Geschmack in einem etwas engen Parameter. “Musik” ist massentaugliche Pop- und Rockliedli, meist auf Englisch, ca. 4 Minuten lang. So etwas wie klassische Musik, Volks- und Folkmusik oder Jazz kommt in seiner Welt gar nicht vor.”
“Oje, banaler kann die Musikauswahl wohl kaum sein. Mediokrer Konsens als Erziehungsmassnahme. Da wird wohl ein indurstriebejahendes Schaf grossgezogen. Lieber Lady Bobo, die sich mein Kind aus eigener Leidenschaft selber aussucht, als aufgezwängten Stadion Rock, der ja sowas von aussagekräftiger, individueller und tiefgründiger ist.”
“U2 und co sind also nicht seelenlose kommerz Musik?
Der Witz war gut. Anständige Musik ist sowieso grundsätzlich nicht Pop Musik.”
“Herr Brunner Caffi, Bob Dylan? Kriegt man da nicht Zahnschmerzen von?”
Einige der Kommentare wurden dann sogar richtig primitiv und richteten sich u.a. gegen den Namen meiner Tochter und meinen Doppelnamen…
Mehr Freude hatte ich daran:
“Lieber ein bischen Popmusik ertragen, als an einen FCZ Match gehen!”